Mehr Netzstabilität durch interkontinentale Kooperation

10.10.2017

Forscher koppeln zehn Simulatoren für eine transatlantische Echtzeitsimulation. Die Demo hat am 29.09.2017 im Idaho National Lab, USA stattgefunden. Steffen Vogel vom ACS war bei der Demo anwesend und Prof. Antonello Monti leitete auf der ISGT dazu einen Live-Workshop.

 

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„Im Projekt ‚Global Real-Time Super Lab‘ bringen Wissenschaftler aus den USA und aus Europa ihr Wissen, ihre Erfahrungen und ihre leistungsfähigsten Echtzeitsimulatoren zusammen, um die globalen Netze der Stromversorgung fit zu machen für die gewaltigen Herausforderungen der Zukunft.“ Professor Antonello Monti vom Institute for Automation of Complex Power Systems (ACS) des E.ON Energy Research Centers der RWTH Aachen fasst in einem Satz zusammen, woran zahlreiche Forscher in einer beispiellosen transatlantischen Kooperation gemeinsam arbeiten. In den USA sind drei nationale Forschungseinrichtungen und drei Universitäten beteiligt, den europäischen Part übernehmen die Politecnico di Torino in Italien und ACS. Untersucht wird unter anderem, wie ein Daten- und Energieaustausch auch über große Distanzen dazu genutzt werden kann, Stromangebot und -nachfrage im Gleichgewicht zu halten und großflächige Blackouts zu vermeiden, zumindest aber deren Dauer und Folgen abzumildern. Derzeit funktionieren solche Systeme allenfalls im kontinentalen Maßstab. Letztlich haben die Wissenschaftler eine gemeinsame Vision: die Entwicklung eines zuverlässigen und gegen äußere Einwirkungen weitgehend geschützten – resilienten – globalen Versorgungsnetzes mit Gleichstrombrücken zwischen den Kontinenten und Systemen.

Autor: Dr. Rolf Sweekhorst

  Position und Verknüpfung der zehn Simulatoren Urheberrecht: Institut ACS, RWTH Aachen Im Projekt „Global Real-Time Super Lab“ arbeiten insgesamt zehn Echtzeitsimulatoren unterschiedlicher Bauart an acht Forschungsstandorten in Europa und den USA zusammen. Ein vergleichbares Projekt in diesem Ausmaß hat es bisher noch nicht gegeben.