Rebound Effect and Ownership in the Residential Household Sector

 

Projektlaufzeit: 1/2010 - 4/2010

 

Nach der Einführung von Energie-Effizienzmaßnahmen in Wohngebäuden können häufig potentielle Energie-Einspar-Ziele, aufgrund einer Veränderung des Verhaltens der Bewohner, nicht erreicht werden. Dieser Effekt, bekannt als Rebound-Effekt, kann unter umständen absolut zu einer Erhöhung des Energieverbrauchs führen (dem so genannten „Backfire“).

In diesem Forschungsprojekt soll der direkte Rebound-Effekt für den Heizenergieverbrauch im Wohnbereich (definiert als Preiselastizität der Energienachfrage) mit Hilfe eines ökonometrischen fixed effects Modells geschätzt werden. Der direkte Rebound Effekt wie er in anderen vergleichbaren Studien anderer Länder auftritt beträgt zwischen 21% und 43%. Die Daten die für die Auswertung vorliegen stammen von einem repräsentativen Panel aus 11.000 Haushalten in Deutschland (SOEP), zur Verfügung gestellt vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW).

Unsere Studie bestätigt die Existenz des Rebound Effekts für jede betrachtete Haushaltsgruppe. Außerdem zeigt die Studie, dass Einkommen und Eigner-Verhältnisse signifikant sind für die Höhe des Rebound-Effekts, d.h. dem Anteil am Anstieg des Energiekonsums der durch die erhöhte Energieeffizienz zustande kommt. Der geschätzte Rebound Effekt bewegt sich zwischen 12% für Hauseigentümer und bis zu 49% für Mieter, was nach einer gezielten politischen Strategie bezüglich der Erhöhung der Energieeffizienz verlangt. Die Daten sind zusätzlich zu Eigentümern und Mietern in weitere Gruppen geteilt, wie z.B. Einkommensgruppen. Wir vermuten, dass die Ergebnisse für Hauseigentümer nach oben verzerrt sein könnten.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die technischen Verbesserungen nur zu einem bestimmten Anteil auch die Früchte tragen, die man sich von ihnen versprochen hat. Auf Grundlage unserer Ergebnisse wäre es angemessen bereits bestehende politische Maßnahmen noch einmal zu überdenken.

Projektpublikationen

Madlener R., Hauertmann M. (2011). Rebound Effects in German Residential Heating: Do Ownership and Income Matter?,FCN Working Paper No. 2/2011, Institute for Future Energy Consumer Needs and Behavior, RWTH Aachen University, February.

Abschlussarbeiten

Hauertmann M. (2010). Nachweis des Rebound-Effekts für Raumwärme in deutschen Haushalten, Studienarbeit, Lehrstuhl für Wirtschaftswissenschaften, insb. Energieökonomik, Fakultät für Wirtschaftswissenschaften, RWTH Aachen University, April.

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