Sectoral e-Business Watch ("SeBW")

 

Projektlaufzeit: 1/2007 - 9/2008
Gefördert durch EU/GD Unternehmen & Industrie

  Sectoral e-Business Watch Berichte mit FCN-Führung (Bericht No.9/2008) oder FCN-Input (Quelle: www.ebusiness-watch.org) Sectoral e-Business Watch Berichte mit FCN-Führung (Bericht No.9/2008) oder FCN-Input (Quelle: www.ebusiness-watch.org)

Die Aufgabe des Sectoral e-Business Watch (SeBW) Projektes ist es, die Arbeit der Europäischen Kommission - Generaldirektion Unternehmen und Industrie (ENTR) - im Bereich IKT und E-Business-Politik zu unterstützen. In diesem politischen Bereich hat die ENTR selber ein zweifaches Ziel: die Wettbewerbsfähigkeit des IKT Sektors zu erhöhen und die effiziente Übernahme in die Praxis für europäische Unternehmen zu vereinfachen.

Die Dienstleistungen von SeBW sollen zu diesen Zielen beitragen. Die Gesamtaufgabe kann in die folgenden Zielvereinbarungen aufgeschlüsselt werden: (1) die Auswirkungen von IKT auf Unternehmen, Industrie und die Gesamtwirtschaft beobachten und bewerten; (2) Hindernisse in der Anwendung von IKT hervorheben, d.h. Störfaktoren für den effektiven Gebrauch von IKT in Unternehmen in Europa zu finden; (3) politische Herausforderungen in Bezug auf die beobachteten Entwicklungen, vor allem in Europa, zu identifizieren und zu diskutieren; und (4) den Dialog zwischen Interessenvertretern der Industrie und öffentlicher Institutionen zu fördern, d.h. ein Forum zur Diskussion von relevanten Themen zu bieten. Mittels des Nachweises der Auswirkungen von IKT und den mit der Umsetzung verbundenen Hindernissen, hat SeBW die Aufgabe politische Entscheidungsprozesse in IKT verwandten Bereichen verschiedener politischer Domänen, zu denen innovations-, wettbewerbs- und strukturpolitische Maßnahmen zählen, zu unterstützen. In dieser Hinsicht trägt SeBW zur umfassenden Anwendung und effektiven Nutzung von IKT in der europäischen Wirtschaft bei. Diese strategischen Zielsetzungen müssen umgesetzt werden, indem die IKT Anwendung und E-Business Aktivitäten in europäischen Unternehmen aus unterschiedlichen Industriezweigen und deren Einfluss systematisch verfolgt und analysiert, wie auch die Auswirkungen dieser Entwicklungen für die Interessenvertreter bewertet werden. Letztere Gruppe bezieht die Unternehmen, deren Mitarbeiter, Zulieferer und Kunden – seien dies andere Unternehmen, Verbraucher oder der öffentliche Sektor - und politische Institutionen mit Verantwortlichkeit für Sachverhalte des IKT und E-Businesses mit ein.

Die Aufgabe des FCN im Rahmen dieses Projektes war im Wesentlichen dreigeteilt: (1) die Ausarbeitung eines Berichtes zu den Wechselwirkungen zwischen IKT und dem Energie-/ Stromverbrauch (oder Intensität) auf aggregierter Branchenebene; (2) Input für eine branchenübergreifende Untersuchung „Eine ökonomische Bewertung der Einführung von IKT und dessen Folgen für Innovation und Leistung“ bereitzustellen; und (3) an Veranstaltungen des SeBW teilzunehmen. Die Untersuchungen zu IKT und dem Energieverbrauch sind der zentrale Fokus dieses Teils des Gesamtprojektes gewesen. Die Rolle von IKT und E-Business bei der Entstehung der Energiebedarfe und des Verbraucherverhaltens hat enorm an Bedeutung gewonnen. IKT und E-Business können zusammen nicht nur dabei helfen, den Energieverbrauch und damit die Kosten der Reorganisation von Produktionsprozessen zu reduzieren, sondern auch zu zusätzlichem Energiebedarf auf Grund neuer Produkte und Dienstleistungen, und auf Grund des Energieverbrauchs des IKT-Bestands selbst, führen. Daher ist der gesamte Einfluss von IKT auf den Energiebedarf nicht eindeutig und wird durch das Verhältnis zweier entgegenlaufender Kräfte bestimmt: (1) ein Einkommenseffekt, der aus dem wirtschaftlichen Aufschwung durch den gesteigerten IKT Einsatz (Erhöhung des Energieverbrauchs) entsteht und (2) ein Substitutionseffekt, der durch strukturelle Veränderungen der Industrie und Verschiebungen des Bestands hin zu höherer Produktivität (Reduktion des Energieverbrauchs) verursacht wird. Darüber hinaus können Substitutionsvorgänge von IKT und Energie für Arbeit und andere Inputfaktoren auftreten, so dass es sinnvoll erscheint, die Elastizitäten der Substitution genauer zu untersuchen.

Projektpublikationen

Bernstein R., Madlener R. (2008). The Impact of Disaggregated ICT Capital on Electricity Intensity of Production: Econometric Analysis of Major European Industries, FCN Working Paper No. 4/2008, Institute for Future Energy Consumer Needs and Behavior, RWTH Aachen University, September.

Erber G., Madlener R. (2008). Impact of ICT and Human Skills on the European Financial Intermediation Sector, FCN Working Paper No. 5/2008, Institute for Future Energy Consumer Needs and Behavior, RWTH Aachen University, September (also published as EU KLEMS Working Paper No. 42, November 2008).

Erber G., Madlener R. (2009). Produktivität im Finanzsektor: Köpfe sind wichtiger als Computer, DIW Wochenbericht Nr. 8/2009 (18 February 2009), 76. Jg., S. 126-132.

Madlener R., Bernstein R. (2008). The Implications of ICT for Energy Consumption, Impact Study No. 9/2007, Sectoral e-Business Watch, September.

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