Verbundprojekt MeProRisk – Neuartige Methodik zur Aufsuchung, Erschließung und Nutzung geothermischer Lagerstätten – Toolbox zur Prognose und Risikobewertung

 

Exploration und Erschließung von geothermischen Ressourcen im Untergrund sind, im Vergleich zur Kohlenwasserstoffexploration, mit hohen technischen und wirtschaftlichen Risiken aufgrund der notwendigen Tiefbohrungen und umfangreichen geophysikalischen Untersuchungen verbunden. Im Rahmen des MeProRisk Projekts wurden neue Methoden und fachübergreifende Zusammenarbeitsstrategien zur Verbesserung der Reservoir-Bewertung und Verminderung der Risiken für alle Phasen der Bewirtschaftung einer geothermischen Ressource entwickelt.

Es ist ein Gemeinschaftsprojekt von drei deutschen Universitäten und zwei Firmen: RWTH Aachen; FU Berlin ; Universität Kiel ; Geophysica GmbH ( Aachen ); und RWE Dea AG (Hamburg). Es wird für drei Jahre vom Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft (BMBF) gefördert.

Grundidee ist das Verständnis der Entwicklung eines geothermischen Reservoirs als iterativen Prozess. Ausgehend von vorhandenen geologischen Informationen und geophysikalischen Daten entstehen erste konzeptuelle Modelle, für die die physikalischen Wärmetransportprozesse im Untergrund durch numerische Simulation berechnet werden. Diese Modelle werden schrittweise verfeinert, indem geologischer Feinstrukturen aus avancierter seismischer Interpretation und statistisch abgesicherte Gesteinseigenschaften berücksichtigt werden. Die Verwendung von inversen Simulationstechniken ergibt nicht nur ein optimales Modell, sondern erlaubt auch eine Schätzung der Unsicherheit der Temperatur und der Fließrate und der Auflösung für das Modell. Aufbauend auf diesen Informationen kann die Auswahl der Standorte für neue Explorationsbohrungen optimiert werden.

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