RealValue

 

Real Value: Schaffung von Mehrwert durch die Einbindung dezentraler thermischer Speicher in das Energiesystem

Laufzeit: 1,5 Jahre

Start: 09/2015

Ende: 02/2017

Projektpartner: DIW (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung/ German Institute for Economic Research).

Fördergeber DIW / EU

 

Weitere Informationen: http://de.realvalueproject.com/

Im RealValue Projekt soll die Netzdienlichkeit von kleinen, dezentralen Energiespeichern gezeigt werden. Dabei sollen neue Technologien sowie die notwendigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen untersucht werden, die eine Einbindung der dezentralen Energiespeicher als eine aggregierte Last im Stromnetz ermöglichen. Daher wird RealValue die Sektor-Kopplung von Strom und Wärme weiter vorantreiben, da dies eine der essentiellen Herausforderungen einer erfolgreichen Energiewende ist.

In diesem Rahmen untersucht der Lehrstuhl für Gebäude und Raumklimatechnik das Konzept der Einbindung der vorhandenen thermischen Masse von Gebäuden als Kurzzeitspeicher. Dieser Ansatz basiert einerseits auf der Möglichkeit der dynamischen Regelung und insbesondere Anhebung von Raumtemperaturen in den einzelnen Bereichen eines Gebäudes. Andererseits sollen auch direkt mit der Gebäudemasse gekoppelte Heizungssysteme wie die Fußbodenheizung oder die Betonkernaktivierung dynamischen betrieben werden. Für die Untersuchung wird ein sehr genaues physikalisches Gebäudemodell aufgebaut, welches präzise Betrachtungen des Speicherverhaltens eines beliebigen Gebäudes zulässt. Dabei werden die Speichervorgänge im Gebäude von einem selbstlernenden model-prädiktiven Algorithmus gesteuert, welcher so robust ist, dass er keine Parametrierung mit den physikalischen Eigenschaften des zu steuernden Gebäudes benötigt.

Des Weiteren, wird eine umfangreiche Probandenstudie durchgeführt um die Auswirkungen des dynamischen Regelungsverhaltens der Heizungssysteme auf die thermische Behaglichkeit der Hausbewohner zu untersuchen. Aus dieser Studie können somit dann auch die vertretbaren Temperaturgrenzen für die beabsichtige thermische Aktivierung von Gebäuden abgeleitet werden. Dabei wird unter anderem auch der Einfluss des Aktivitätsgerades der Hausbewohner auf die Wahrnehmung der dynamischen Temperaturschwankungen untersucht. Letztlich wird auch die allgemeine Haltung der Probanden in Bezug auf die erlebte Heizungsregelung ausgewertet.