Bachelorarbeit Frederik Gero Böhm

 

Planung eines Nachnutzungskonzeptes für das Counter Entropy House

In dieser Arbeit ist ein umsetzbares Nachnutzungskonzept für das „Counter Entropy House“ zur
Deckung desWärmebedarfes erarbeitet,welches auf dem Gelände des Forschungszentrums Jülich
als Präsentations- und Forschungsobjekt aufgebaut werden soll. Das „Counter Entropy Team“ der
RWTH Aachen nahm mit diesem Wohngebäude für zwei Personen im September 2012 am „Solar
Decathlon Europe“ teil. Nach zwei Jahren Planung und Umsetzung wurde das „Counter Entropy
House“ inMadrid aufgebaut und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich.Das Technikkonzept enthält
technologische Neuerungen und war imWettbewerb nicht vollständig funktionsfähig.
Als Grundlage dieser Arbeit ist in einer Funktionsfähigkeitsanalyse die Weiterverwendbarkeit der
Systeme und Komponenten geprüft, Mängel in der Gebäudetechnik sind aufgezeigt und Verbesserungsmaßnahmen
vorgeschlagen. Dazu sind die Systeme und Komponenten beschrieben und
analysiert.
Zudem ist in dieser Arbeit ein Konzept zur Wärmeversorgung entwickelt. Auf Grundlage der Anforderungen
des neuen Standortes ist die Nutzung eines elektrischen Heizstabes favorisiert und
in einer Ausarbeitung zur Senkung des Primärenergiebedarfes die Kombinationmit einer Wärmepumpe
angestrebt.
Das Konzept ist in einer Simulation abgebildet und ausgewertet. Aufgrund hoher innerer Lasten
durch solare Gewinne und Wärmeabgabe von Geräten und Personen besteht im Winter ein Kühlbedarf.
Die Verwendung einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe mit zwei Puffertanks ist als Lösung
erarbeitet. Die bei der Kühlung über die Klimadecke gewonnene Wärme ist über die Wärmepumpe
zumHeizen verwendbar und reduziert den elektrischenDeckungsanteil. Schwierigkeiten in der
Regelung sprechen für die Verwendung eines elektrischen Durchlauferhitzers statt eines Heizstabes.
Aufbauend auf die erarbeiteten Ergebnisse der vorigen Kapitel ist in Abstimmung mit der architektonischen
Planung die Auslegung der Gebäudetechnik durchgeführt.
Im Fazit sind Erkenntnisse aus Funktionsfähigkeitsanalyse, Konzeptentwicklung und Simulation
beschrieben. Abschließend folgt imAusblick eine Beschreibung des Potentials des „Counter Entropy
House“ zu Forschungszwecken.