Masterarbeit Robin Donat

 

Ökobilanz der Stromerzeugung in Deutschland anhand ausgewählter Szenarien für das Jahr 2050

Bilanz Urheberrecht: EBC Vergleich der Treibhausgasemissionen der Stromerzeugung pro Kilowattstunde, aufgeteilt auf die Erzeugungstechnologien, für das Referenzjahr 2017 und für die ausgewählten Szenarien in den Jahren 2030 und 2050

Der Klimaschutzplan der Bundesregierung beinhaltet ambitionierte Ziele für das Jahr 2050. Der Transformation des Stromsektors fällt bei der Energiewende eine entscheidende Rolle zu. Es soll daher untersucht werden, welche Umweltauswirkungen die Stromerzeugung im Jahr 2050 haben wird.

Zur Bestimmung plausibler Stromerzeugungsmixe werden die Stromerzeugungsdaten aus ausgewählten Energieszenarien analysiert. Für die relevanten Stromerzeugungstechnologien werden auf Grundlage einer Literaturrecherche die technologischen und marktabhängigen Entwicklungen bis 2050 untersucht.

Es werden zunächst die einzelnen Erzeugungstechnologien und anschließend die ausgewählten Stromerzeugungsmixe nach der Methode der Ökobilanz untersucht. Für die Erstellung der Sachbilanzen für die einzelnen Erzeugungstechnologien für die Jahre 2017, 2030 und 2050 wird ein durchschnittliches Technologieniveau für die Zeitpunkte anhand der zuvor durchgeführten Untersuchung der technologischen und marktabhängigen Entwicklungen bestimmt.

Die Ökobilanz der einzelnen Technologien zeigt, dass die Umweltauswirkungen in fast allen Fällen eine sinkende Tendenz aufweisen. Zwischen den einzelnen Technologien treten jedoch in vielen Wirkungskategorien große Unterschiede auf.

Aus der Analyse der Umweltauswirkungen der ausgewählten Szenarien ergibt sich allgemein für fast alle Wirkungskategorien eine positive Entwicklung, wobei die Ergebnisse stark von den verwendeten Stromerzeugungsmixen abhängen. Für die ausgewählten Szenarien ergibt sich, dass die Treibhausgasemissionen einer Kilowattstunde Strom im Jahr 2050 zwischen 62 und 144 g CO2-Äq betragen werden, was eine starke Reduktion gegenüber den zuvor berechneten Emissionen von 488 g CO2-Äq aus dem Jahr 2017 darstellt.

Die Erkenntnisse dieser Arbeit erlauben eine Bewertung der zukünftigen Umweltauswirkungen verschiedener Stromerzeugungstechnologien und Stromerzeugungs­mixe und können daher Akteuren aus Forschung, Politik und Wirtschaft bei der Ausrichtung der Energieforschung, Energiepolitik und Energiewirtschaft als erste Einschätzung dienen. Gleichzeitig ermöglicht die Arbeit der interessierten Gesellschaft eine grundlegende Übersicht über die zukünftige Stromerzeugung und eine differenzierte Einordnung der Stromerzeugungstechnologien.