Bachelorarbeit Sebastian Trunk

 

Wirtschaftliche Bewertung der Anlagentechnik für Heizung, Kälte und Lüftung des Forschungszentrums Jülich

Wirtschaftliche Bewertung der Anlagentechnik Urheberrecht: EBC Wirtschaftliche Bewertung der Anlagentechnik im Forschungszentrum Jülich

Im Zuge der Energiewende rückt auch der Gebäudesektor immer mehr in den Fokus energetischer Optimierung. Gesetze wie die EnEV und die EEWärmeG erzwingen den Tausch von veralteten Anlagen. Ebenfalls wird die öffentliche Hand in die Verantwortung genommen, den Ausbau erneuerbarer Energien und die Steigerung der Energieeffizienz umzusetzen. Somit rückt auch das Forschungszentrum Jülich in den Fokus einer solchen Optimierung.

Kern dieser Arbeit ist die wirtschaftliche Bewertung eines Tausches von Anlagen, die im Forschungszentrum Jülich verbaut sind. Hierzu werden auf der Basis von mehreren Quellen Kostenfunktionen entwickelt und miteinander verglichen. Zur Auswahl der zu tauschenden Anlagen wird eine Methodik entwickelt, die sowohl Gebäudeeigenschaften als auch Anlageeigenschaften miteinander verknüpft. Des Weiteren werden energetische Einsparpotentiale für RLT- und Kälteanlagen herausgearbeitet. Für jede durch die Methodik ausgewählte Anlage werden Investitionskosten, Kapitalwert, Annuität und dynamische Amortisationszeit berechnet. Die wirtschaftlich lukrativste Anlage TK8 wird ausführlich vorgestellt. Durch diese Berechnungen und Anwendung der Methodik werden Anlagen herausgearbeitet, bei denen ein Tausch wirtschaftlich sinnvoll ist. Auf dieser Basis wird analysiert, ob die entwickelte Methodik eine konkrete Aussage zum Nutzen eines Anlagentausches liefert.

So wird die Anwendbarkeit der Methodik zur Auswahl von Anlagen, deren Tausch wirtschaftlich sinnvoll ist, deutlich. Zwar lohnt sich der Anlagentausch nur bei 45 Prozent der ausgewählten Anlagen, jedoch stehen den ca. 0,22 Mio. Euro aufsummierten Investitionskosten ein summierter Kapitalwert von ca. 0,51 Mio. Euro und jährlichen, summierten Einsparungen von 51.777 Euro der für sinnvoll befundenen Anlagen gegenüber. Für das Forschungszentrum Jülich besonders interessant sind zwei Gebäude, in denen jeweils vier bzw. fünf sinnvoll bewertete Anlagen verbaut sind. Besonders lukrativ sind die Anlagen TK8, A19 und A8, da diese unter den größten fünf Kapitalwerten zu finden sind und sich innerhalb von zwei Jahren amortisieren.